Schluss mit Hitzefallen statt Klassenzimmern!

Schluss mit Hitzefallen statt Klassenzimmern! – Bundesschüler*innenkonferenz fordert endlich verbindlichen Hitzeschutz an Schulen

Berlin, 20.August 2026 – In wenigen Wochen beginnt für Millionen Schüler*innen in
Deutschland das neue Schuljahr. Doch schon jetzt ist absehbar, dass viele von ihnen erneut in
überhitzten Klassenzimmern sitzen werden. Während die Sommer infolge der Klimakrise
immer heißer werden, bleiben viele Schulen auf diese Entwicklung unzureichend vorbereitet.
Es kann nicht sein, dass Schüler*innen Jahr für Jahr unter Bedingungen lernen müssen, die
gesundes und erfolgreiches Lernen nahezu unmöglich machen.

Die Bundesschüler*innenkonferenz (BSK) fordert deshalb bundesweit verbindliche
Regelungen für den Hitzeschutz an Schulen. Gesundheit darf nicht vom Wohnort oder der
Ausstattung einer Schule abhängen. Wer Bildung ernst nimmt, muss auch für angemessene
Lernbedingungen sorgen, die diesen Namen verdienen.

„Es ist erschreckend, dass jedes Jahr dieselbe Diskussion geführt wird und trotzdem kaum etwas passiert. Niemand kann erwarten, dass Schüler*innen bei Temperaturen von über 30 Grad konzentriert arbeiten, Klassenarbeiten schreiben oder ihr volles Potenzial ausschöpfen. Gesundheitsschutz darf keine Ermessensfrage sein“, erklärt Amy Kirchhoff,
Generalsekretärin der BSK.

Zu oft wird erst gehandelt, wenn die Temperaturen in den Klassenräumen längst unerträglich
sind. Dann werden kurzfristig Ventilatoren aufgestellt oder der Unterricht spontan angepasst.
Doch solche Notlösungen reichen nicht aus.

Schulen brauchen dauerhafte Hitzeschutzkonzepte,etwa mit kostenlosem Zugang zu
Trinkwasser, ausreichend Schatten auf Schulhöfen, wirksamem Sonnenschutz an Gebäuden
sowie verbindlichen Regelungen, welche Maßnahmen bei hohen Raumtemperaturen greifen.
Entscheidend ist dabei die Temperatur im Klassenraum und nicht die Außentemperatur, denn
gelernt wird im Schulgebäude.

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